Revolutionäres Quantima System senkt CO2 -Ausstoß im Werk von Murray Goulburn in Leongatha um 35%
Australiens größter Milchverarbeiter, Murray Goulburn (MGC), hat nur fünf Monate nach der Installation des revolutionären Quantima Kompressors von CompAir in seinem Werk in Leongatha, Victoria, bereits Einsparungen von über 90.000 Euro bei den Energie- und Wartungskosten sowie eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes um mehr als 1.900 Tonnen erzielt.
Das Unternehmen rechnet mit jährlichen Einsparungen in Höhe von 25.000 Euro und einer Verringerung des CO2-Ausstoßes um 677 Tonnen, sobald das Programm vollständig implementiert ist.
Anwendungsdetails
Murray Goulburn verarbeitet 37 % der in Australien produzierten Milch und ist der landesweit größte Exporteur der Nahrungsmittelverarbeitung. Das Unternehmen hat sich einer umweltschonenden Gestaltung seiner Geschäftstätigkeiten verschrieben und zu diesem Zweck ein kontinuierliches Programm zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes ins Leben gerufen.
Spezifi zierung des systems
Die australische Regierung plant die Einführung des CO2-Emissionshandels ab 2010 sowie die Gewährung staatlicher Subventionen für den Erwerb neuer, energieeffi zienter Technologien.
Deshalb hat sich Mark Gurney, Group Maintenance Manager bei MGC, über mögliche Optionen zum Austausch der vorhandenen Druckluftsysteme im Werk in Leongatha Gedanken gemacht.
Das Unternehmen beschloss, ein vollständig neues System aus Kompressoren, Rohrleitungen und Trocknern zu installieren, das den gesamten Druckluftbedarf im Werk, sowohl für den Verarbeitungs- als auch für den Verpackungsbereich, abdecken sollte. CompAir Australasia unterbreitete daraufhin einen überzeugenden Vorschlag: Die vier vorhandenen Kompressoren sollten durch einen einzigen 300 kW Quantima Kompressor ersetzt und außerdem zwei Einheiten für Reserveluft im Werk belassen werden. Im November 2007 wurde die Inbetriebnahme des neuen Systems erfolgreich abgeschlossen.
Energieeinsparungen
Mittlerweile habe man dem Victoria State Government detaillierte, vor und nach der Installation ermittelte Prüfergebnisse zukommen lassen, die zeigen, dass MGC sein Ziel zur Senkung des Energieverbrauchs mit einer Gesamtersparnis von mehr als 35% erreicht habe, so Mark Gurney.
„Wir benötigten ein vollständig neues Druckkluftsystem, um die Energieeffi zienz auf allen Stufen zu optimieren, und CompAir Australasia hat bewiesen, dass sie eine solche Lösung entwickeln können. Durch die Kombination des innovativen Quantima Kompressors mit sämtlichen nachgeschalteten Geräten, einschließlich Adsorptionstrocknern und neuen Rohrleitungen, konnten wir Druckabfälle und Leckagen erheblich reduzieren.
Vor der Neuinstallation verbrauchte unser Druckluftsystem 9,1 kW für die Erzeugung von einem Kubikmeter Luft pro Minute. Mit der Quantima hat sich dieser spezifi sche Energieverbrauch drastisch verringert, und zwar auf einen Wert von 6,12 kW/Nm3/min.
Kurz gesagt, wir erzeugen jetzt Druckluft im Best-Practice-Verfahren und mit wesentlich höherer Effizienz: Wir verbrauchen 33% weniger Strom und erzeugen gleichzeitig eine größere Druckluftmenge.
Das Zentrifugalverdichtungssystem Q-drive, das wesentlich weniger Energie verbraucht als herkömmliche Technologien, macht die neue Quantima zu einem hoch energieeffi zienten Kompressor.
Q-drive verfügt über nur ein bewegliches Teil – die Rotorwelle – und vermeidet damit jeglichen Reibungskontakt, der zu Energieverlusten und im Laufe der Zeit zu einer Leistungsabnahme führen kann. Darüber hinaus verfügt der Kompressor über einen drehzahlgeregelten Antrieb, der durch präzise Anpassung der erzeugten Druckluftmenge an den Bedarf die Energieeffi zienz weiter erhöht.
Reduzierung der CO2-Emissionen
Das von der Regierung geplante Gesetz zum Emissionshandel (National Emissions Trading Scheme, NETS) sieht vor, dass Unternehmen, deren CO2-Emissionen die vorgegebenen Grenzwerte überschreiten, ab 2010 entweder zusätzliche Emissionsrechte erwerben oder sich an genehmigten Kompensationsprogrammen für Treibhausgase beteiligen müssen. Die australische Industrie, die natürlich auch die steigenden Produktionskosten bedenken muss, sieht sich nun gezwungen, den Ausstoß schädlicher Treibhausgase zu reduzieren, und MGC ist daher bestrebt, die CO2-Emissionen an allen Standorten zu verringern.
Dank des niedrigeren Energieverbrauchs hat MGC mit dem neuen Quantima System bereits 1.908 Tonnen CO2 eingespart. Dies kompensiert die Emissionen von 440 Autos oder entspricht der Pfl anzung von mehr als 2.805 Bäumen. Derzeitigen Erwartungen zufolge werden die Kosten für die Kompensation von Treibhausgasen bei Einführung des NETS-Programms im Jahr 2010 etwa 21 Euro pro Tonne betragen.
Daraus ergeben sich Einsparungen für MGC in Höhe von mindestens 40.000 Euro.
Dezentrale Überwachung
Jeder installierte Quantima Kompressor ist mit Q-life, einem System zur vorbeugenden Wartung, ausgestattet, mit dem CompAir die Leistung des Kompressors 24 Stunden am Tag überwachen kann. Bei Bedarf können die Techniker von CompAir die Kompressorleistung dezentral überwachen, um das Auftreten von Störungen zu vermeiden, oder einen lokalen Techniker für die Durchführung von Reparaturen zum Standort schicken.
Bereits mit dem alten Druckluftsystem profi tierte MGC von regelmäßigen, mit Vorlauf geplanten und durch lokale CompAir-Techniker durchgeführten Wartungsarbeiten. Das neue, risikofreie und zu einem Festpreis gewährte Q-life System jedoch hat dem Unternehmen bereits Einsparungen von 64% bei den Wartungskosten ermöglicht, und da der Quantima komplett ölfrei betrieben wird, spart MGC außerdem die Kosten für die Entsorgung und Aufbereitung von Altöl und Kondensat ein.
CompAir hat den Quantima Kompressor an das interne Netzwerk des Unternehmens angeschlossen, sodass Techniker von MGC den Status der Maschine vor Ort überwachen und geringfügige Einstellungen vornehmen können, um eine optimale Leistung des Kompressors sicherzustellen.
Weitere Verbesserungen
Zur weiteren Senkung des Energieverbrauchs und der Abhängigkeit von der
Versorgung mit Tiefkühlwasser, werden bei dem Werk in Leongatha derzeit neue
Wasserkühltürme installiert. Von den Türmen kann das Wasser direkt zum Prozess geleitet werden, was eine zusätzliche Energieersparnis von bis zu 8% gegenüber dem Betrieb eines separaten Kühlers zur Kühlung des Wassers aus dem Versorgungsnetz bedeutet.
CompAir arbeitet momentan mit MGC an der Zufuhrleitung von der neuen Wasserversorgung zum Kompressor. Das Projekt wird voraussichtlich innerhalb der nächsten Monate abgeschlossen. Das Resultat dürfte eine weitere Energieersparnis von 71 kW sein, was einer Senkung der Energiekosten um zusätzliche 25.000 Euro und einer weiteren Reduzierung des CO2-Ausstoßes um 677 Tonnen entspricht.
MGC erwartet eine Verschärfung der australischen Gesetze für die Lebensmittelindustrie, die den Einsatz nicht kontaminierter Luft zur Pfl icht macht. Der Kompressor, der kein Getriebe hat und somit auch keine Ölschmierung benötigt, arbeitet auch ansonsten vollständig ölfrei und gewährleistet damit eine absolute Reinheit der Druckluft, sodass keine zusätzliche Druckluftfi ltration erforderlich ist.
Mark Gurney erklärt zusammenfassend: „Anstatt einfach einen oder zwei der vorhandenen Kompressoren auszutauschen, haben wir beschlossen, ein vollständig neues System zu installieren, um die Betriebskosten zu minimieren und größtmögliche Energieeinsparungen zu erzielen. Wir sind mit den Ergebnissen überaus zufrieden. Nach fünf Monaten hat der Quantima unsere Erwartungen an die Senkung des Energieverbrauchs und des CO2-Ausstoßes bereits erfüllt. Das gesamte Projekt wird sich in 22 Monaten, vor Steuern gerechnet, amortisiert haben.“
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